Straßenbahn Sarajevo


Sarajevo (kyrillisch: Сарајево) ist mit knapp 300.000 Einwohnern die größte Stadt und zugleich Hauptstadt der Republik Bosnien und Herzegowina. Sarajevo kann zurecht als eine der interessantesten Städte des Balkans bezeichnet werden. In der Stadt finden sich sowohl Osmanische (Türkische), Österreichische als auch Jugoslawische Einflüsse.


Schicksalsjahre für die Stadt waren die Jahre 1914, (Ermordung des Österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand) sowie die  Belagerung der Stadt ab 1992 als Teil der Jugoslawienkriege. Bis heute finden sich in der Stadt noch Spuren des Krieges.


In der Stadt verkehrt auch seit 1885 eine Straßenbahn, die heute eine Linienlänge von 22,9 aufweist. Die Strecke verläuft hierbei vom Stadtteil Ilidža in die Innenstadt von Sarajevo. Es besteht ebenfalls eine Stichstrecke zum Hauptbahnhof von Sarajevo.


Der Fuhrpark der Straßenbahn Sarajevo ist sehr heterogen. Zumeist handelt es sich hierbei um gebraucht angekaufte Straßenbahnen aus Westeuropa.

DÜWAG Gt 8 TW 574 (ex Köln TW 903, ex Konja 131) mit Lohner TW 551 (ex Wien Typ "E") nahe der Haltestelle "Univerzitet" (Universität)


Tatra K2YU TW 521 an der Endhaltestelle "Baščaršija", welche in der historischen, osmanisch geprägten Altstadt liegt. Im Hintergrund befindet sich die Begova Moschee, die im Jahr 1530 erbaut wurde.
Tatra K2YU TW 518 zwischen den Haltestellen "Tehnička škola" (Technische Schule) und "Željeznička stanica" (Bahnhof)


 

DUEWAG Gt8 TW 563 (ex Köln 3727, ex Konja 118) zwischen der Haltestellen "Pofalići" und "Univerzitet"
Lohner TW 551 (ex Wien Typ "E" 713) an der Endhaltestelle "Ilidža"

 

 

 

 

K2YU TW 528 kurz vor erreichen der Haltestelle "RTV" (dort befindet sich der Fernsehsender)
Tatra K2YU TW 541 (modernisiert) am Hauptbahnhof

 

 

 

 

DUEWAG Gt8 TW 575 (ex Köln, 3709 bzw. ex Konja 124) nahe der Lateinerbrücke. Nahe der Stelle wurde am 28. Juni 1914 das Attentat von Sarajevo verübt, welches zum Ersten Weltkrieg führte. Links der Fluss Miljacka.